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Was ist Generative Engine Optimization?

GEO steht für Generative Engine Optimization und meint den Versuch, Inhalte so aufzubereiten, dass Assistenten wie ChatGPT sie in ihren Antworten verwenden und benennen. Dieser Artikel erklärt, was hinter dem Begriff steckt, was sich davon von außen überhaupt feststellen lässt und was offen bleibt. Er sagt auch, wann sich das Thema für einen Betrieb noch nicht lohnt.

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Was der Begriff meint und wie er gebraucht wird

Der Begriff wird uneinheitlich gebraucht. Manche verstehen darunter ein eigenes Handwerk mit eigenen Regeln, andere nur einen neuen Namen für sauber gebaute Inhalte. Wer über GEO spricht, sollte deshalb zuerst sagen, welche der beiden Bedeutungen er meint, sonst reden zwei Seiten aneinander vorbei. In diesem Text meinen wir die zweite: die Frage, wie ein Text beschaffen sein muss, damit ein Assistent ihn überhaupt verwenden kann.

Der Unterschied zur Suchmaschinenoptimierung liegt im Ziel. SEO arbeitet auf eine Trefferliste hin, in der Ihre Seite eine Position einnimmt. GEO arbeitet auf einen Fließtext hin, den ein Assistent erzeugt und in dem Ihr Betrieb vorkommt oder eben nicht. Zwischen beidem liegt weniger Abstand, als der neue Begriff vermuten lässt, denn viele Assistenten greifen für ihre Quellen weiterhin auf gewöhnliche Suchergebnisse zurück.

Wichtig ist eine Unterscheidung, die im Verkaufsgespräch oft untergeht. GEO ist eine Beobachtung, keine Schnittstelle. Niemand meldet Inhalte bei einem Sprachmodell an, und es gibt kein Formular, das eine Nennung auslöst. Was sich tun lässt, ist Inhalte so zu bauen, dass sie sich gut verwenden lassen. Ob sie verwendet werden, entscheidet ein System, in das wir nicht hineinsehen.

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Wie eine KI-Antwort entsteht — und wie sie sich von einer Trefferliste unterscheidet

Eine Trefferliste gibt Ihnen zehn Verweise und überlässt Ihnen die Auswahl. Ein Assistent gibt Ihnen einen fertigen Absatz, der eine Frage beantwortet, und nennt dazu einige Belege. Ein Teil der Nutzer klickt danach gar nicht mehr weiter, weil die Antwort bereits dasteht. Wie groß dieser Teil ist, können wir Ihnen nicht beziffern. Für einen Betrieb heißt das: Der Besuch auf Ihrer Seite fällt womöglich weg, die Nennung Ihres Namens bleibt.

Diese Antworten entstehen, soweit sich das von außen erkennen lässt, in zwei Schritten. Das System sammelt zu einer Frage Quellen ein, oft über eine gewöhnliche Suche im Hintergrund, und formuliert daraus einen zusammenhängenden Text. Dabei arbeitet es mit Ausschnitten aus Seiten und nicht mit ganzen Seiten. Ihre Startseite als Ganzes ist für diesen Vorgang deshalb wenig hilfreich.

Dieselbe Frage führt außerdem nicht zuverlässig zur selben Antwort. Zwei Eingaben mit gleicher Bedeutung, aber anderem Wortlaut können unterschiedliche Quellen hervorbringen, und dasselbe System antwortet an zwei Tagen verschieden. Wer die Sichtbarkeit in solchen Antworten messen will, misst also etwas, das schwankt. Das ist kein Messfehler, sondern eine Eigenschaft der Sache.

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Was das für den Aufbau eines Textes bedeutet

Wenn Assistenten mit Ausschnitten arbeiten, muss ein Text aus Passagen bestehen, die für sich stehen. Ein Abschnitt beantwortet genau eine Frage, beginnt mit der Antwort und braucht die drei Absätze davor nicht als Anlauf. Zwischenüberschriften benennen, was folgt, statt es anzudeuten. Wer einen Abschnitt aus der Seite heraustrennt und ihn jemandem vorlegt, sollte ihn immer noch verstehen.

Das gilt auch für die Substanz. Eine Preisspanne, eine Frist, eine Bedingung und eine Zahl mit Bezugsgröße lassen sich zitieren, ohne dass jemand den Rest der Seite dazulesen muss. Formulierungen wie „individuell nach Aufwand“ oder „schnellstmöglich“ lassen sich nicht zitieren, weil sie nichts aussagen — einem Leser geht es damit übrigens genauso. Der größte Teil dieser Arbeit ist unspektakulär: nachprüfbar schreiben statt werblich.

Ein dritter Punkt betrifft Ihren Namen. Damit ein Assistent Ihren Betrieb überhaupt benennen kann, muss aus dem Vorhandenen hervorgehen, wer Sie sind, wo Sie arbeiten und was Sie tun. Einheitliche Angaben zu Anschrift und Leistungen auf Ihrer Seite und an anderen Stellen im Netz kosten wenig und schaden in keinem Fall; sie erleichtern jedem System und jedem Leser die Zuordnung. Ob widersprüchliche Angaben eine Nennung tatsächlich verhindern, wissen wir nicht — wir halten es für naheliegend, belegen können wir es nicht.

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Was sich am eigenen Text prüfen lässt und was offen bleibt

Über das Innenleben dieser Systeme lässt sich von außen wenig Verlässliches sagen. Prüfen lässt sich dagegen die Beschaffenheit des eigenen Textes, und darauf beschränken wir uns hier. Die folgenden Punkte sind Eigenschaften Ihrer Seite, die jeder nachsehen kann — sie sind ausdrücklich keine Aussage darüber, wie ein Modell entscheidet.

Ein Abschnitt, der eine Frage vollständig beantwortet, lässt sich als Ausschnitt wiedergeben; einer, der die drei Absätze davor voraussetzt, nicht. Ein Satz mit Zahl, Datum oder benannter Quelle lässt sich wörtlich übernehmen, ohne dass er dabei falsch wird; eine allgemeine Beschreibung nicht. Eine Seite, die ein Datum der letzten Änderung trägt und dieses Datum verdient, lässt sich bei Fragen mit Zeitbezug einordnen. Das sind Gründe dafür, es so zu machen — kein Nachweis, dass es wirkt.

Was Sie in diesem Text nicht finden werden, sind Prozentangaben zu angeblichen Gewichtungen, empfohlene Textlängen oder eine Zahl von Zwischenüberschriften. Wir nennen sie nicht, weil wir keine davon belegen könnten. Das Feld ist wenige Jahre alt, die Systeme ändern sich ohne Ankündigung, und niemand außerhalb der Anbieter kennt die Regeln. Deshalb steht diese Einschränkung in diesem Text an erster Stelle und nicht im Kleingedruckten.

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So stellen Sie eine Nennung überhaupt fest

Feststellen lässt sich eine Nennung nur, indem man nachsieht. Sammeln Sie zwanzig bis dreißig Fragen, die ein Kunde tatsächlich stellen würde, in seiner Sprache und mit Ortsbezug. Stellen Sie diese Fragen in den gängigen Assistenten, notieren Sie Datum, Modell und ob Ihr Betrieb vorkommt, und wiederholen Sie das in festen Abständen. Das ist mühsam und trotzdem der belastbarste Weg.

Zwei Fehler liegen dabei nahe. Der erste ist, ein einzelnes Ergebnis für einen Beweis zu halten — bei schwankenden Antworten sagt ein Durchlauf fast nichts. Der zweite ist, im eigenen angemeldeten Konto zu prüfen, in dem frühere Unterhaltungen das Ergebnis beeinflussen können. Ihre Serverprotokolle helfen ergänzend: Zugriffe von Assistenten und Verweise aus deren Oberflächen lassen sich dort erkennen, wenn auch unvollständig.

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Was das für einen mittelständischen Betrieb praktisch bedeutet

Für die meisten mittelständischen Betriebe ist GEO derzeit kein eigener Posten im Budget, weil die dafür in Frage kommende Arbeit ohnehin in einer laufenden Betreuung steckt. Wer sie noch vor sich hat, hat sie für beide Fälle erledigt — für die Suche und für Assistenten — und braucht dafür keine Leistung mit neuem Namen. Eine zusätzliche Rechnung mit neuem Titel ändert an der Arbeit selbst nichts.

Sinnvoll ist es, mit einer nüchternen Bestandsaufnahme zu beginnen: Kommen aus Assistenten überhaupt Zugriffe, und werden Sie bei Ihren wichtigsten Fragen genannt. Für einen Handwerksbetrieb sind dabei wenige Einträge überhaupt der Rede wert — das Google-Unternehmensprofil, ein oder zwei Branchenverzeichnisse, der Eintrag bei Innung oder Handwerkskammer. Danach entscheiden Sie mit Zahlen statt mit Vermutungen. Bei vielen Betrieben zeigt sich dabei, dass zuerst ganz andere Dinge fehlen — ein Angebot, das man verstehen kann, oder eine Seite, die auf dem Telefon benutzbar ist.

Ein Betrieb, der über Empfehlung und Stammkunden ausgelastet ist, braucht dieses Thema heute nicht. Das ist keine Bescheidenheit, sondern eine Rechnung: Aufwand jetzt, Wirkung ungewiss, Messbarkeit schwach. Halten Sie GEO im Blick, lesen Sie mit, und handeln Sie, wenn Ihre eigenen Zahlen etwas zeigen. Diese Reihenfolge kostet Sie wenig.

Fragen

Häufige Fragen

Ersetzt GEO die Suchmaschinenoptimierung?
Nein, jedenfalls nicht nach dem, was sich heute von außen erkennen lässt. Viele Assistenten greifen beim Sammeln von Quellen weiterhin auf gewöhnliche Suchergebnisse zurück, sodass eine Seite, die dort nicht auftaucht, auch in Antworten kaum vorkommen dürfte. Sinnvoller ist es, GEO als zusätzliche Blickrichtung auf dieselbe Arbeit zu verstehen.
Kann mir jemand eine Nennung in ChatGPT zusichern?
Wir sagen dazu nichts zu. Die Antwort wird von einem System erzeugt, das wir nicht steuern und in dessen Regeln niemand von außen hineinsieht. Eine Zusage über das künftige Verhalten eines Dritten könnten wir nicht einhalten, deshalb geben wir sie nicht.
Brauche ich für GEO eigene Inhalte neben meiner Website?
In der Regel nicht. Nützlicher ist es, die vorhandenen Seiten so zu ordnen, dass einzelne Abschnitte je eine Frage beantworten und nachprüfbare Angaben enthalten. Neue Formate anzulegen, während die bestehenden Seiten ungeordnet bleiben, verschiebt den Aufwand nur.
Was kostet die Arbeit an diesem Thema?
Als eigenes Paket bieten wir sie nicht an, weil sich der Nutzen derzeit nicht sauber messen lässt. Die zugrunde liegende Arbeit steckt in unserer laufenden SEO-Betreuung, die ab 990 € im Monat bei drei Monaten Mindestlaufzeit beginnt (Preise inkl. USt., das Angebot richtet sich an Unternehmen). Ob sie sich für Sie lohnt, klären wir vorher an Ihren Zahlen.

Wie wir mit dem Thema umgehen

Wir verkaufen keine GEO-Optimierung, weil wir nicht belegen können, was sie bewirkt. Was wir tun, ist die Arbeit, die in beiden Fällen nicht verloren ist: Seiten so aufbauen, dass einzelne Abschnitte für sich verständlich sind, Aussagen nachprüfbar machen und in festen Abständen nachsehen, ob Sie bei Ihren wichtigsten Fragen vorkommen. Wie das im laufenden Betrieb aussieht, steht auf unserer Seite zur SEO-Agentur. Wenn Sie wissen möchten, ob sich das für Ihren Betrieb rechnet, sprechen Sie dreißig Minuten mit uns — wir schauen auf Ihre Website und Ihre Zahlen und sagen Ihnen, was zuerst etwas bringt, auch dann, wenn die ehrliche Antwort lautet, dass Sie uns dafür nicht brauchen.