Landingpages, die eine Frage beantworten
Eine Landingpage ist keine kleine Website. Sie beantwortet genau die Frage, mit der jemand aus einer Anzeige, einem Messegespräch oder einem Brief kommt — und sie stellt danach genau eine Handlung zur Wahl. Alles andere lassen wir weg, weil es nur Ablenkung wäre.
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Der Unterschied zur Website: ein Weg statt sieben
Wer aus einer Anzeige für den Wochenend-Notdienst kommt, sucht eine Telefonnummer, keinen Überblick. Auf einer Website findet er stattdessen das Leistungsspektrum, das Team, die Referenzen und irgendwo dazwischen auch die Nummer. Für Menschen, die sich in Ruhe orientieren wollen, ist das genau richtig. Für jemanden, der gerade geklickt hat und eine Entscheidung treffen will, ist es der falsche Raum.
Eine Landingpage hat deshalb keine thematische Navigation, keinen Footer voller Querverweise, keinen Wechsel in andere Themen — außer den Pflichtangaben Impressum und Datenschutzerklärung, die auf jeder Seite stehen müssen und dort auch klar erreichbar bleiben. Was übrig bleibt, ist ein Einstieg, eine Argumentation und eine Handlung: ein Formular, ein Anruf, ein Termin. Wer die Seite verlässt, verlässt sie ganz — und genau darum lässt sich hinterher sagen, ob sie funktioniert hat.
Jeder zusätzliche Weg auf der Seite verteilt die Besucher auf mehr Ziele und macht jede einzelne Zahl kleiner und unschärfer. Bei Budgets im Handwerk und Mittelstand, wo eine Kampagne selten Tausende Klicks bringt, entscheidet diese Konzentration darüber, ob am Ende überhaupt etwas Messbares übrig bleibt. Drei Anfragen aus dreihundert Besuchern sind auswertbar. Dieselben drei Anfragen, verteilt über sieben mögliche Wege, sagen niemandem mehr etwas.
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Die Seite muss zur Anzeige passen, aus der jemand kommt
Ein häufiger Fehler ist nicht schlechtes Design, sondern ein Bruch zwischen Versprechen und Seite. Die Anzeige spricht von Notdienst am Wochenende, die Seite begrüßt mit dem allgemeinen Leistungsüberblick. Der Besucher braucht dann zwei Sekunden, um zu merken, dass er hier nicht schneller ans Ziel kommt als bei der nächsten Anzeige. Und er geht.
Deshalb bauen wir Landingpage und Anzeige zusammen, nicht nacheinander. Die Formulierung aus der Anzeige taucht in der Überschrift wieder auf. Die Einschränkung, die in der Anzeige steht — Region, Zeitfenster, Anlagentyp — steht auch auf der Seite. Wer über eine Messe oder eine Postaussendung kommt, sieht denselben Anlass, den er in der Hand hatte.
Das hat einen unbequemen Nebeneffekt: Für sehr verschiedene Anlässe braucht es verschiedene Seiten. Eine Seite, die alles gleichzeitig abdeckt, passt zu nichts mehr richtig. Wir sagen offen, wenn ein Vorhaben drei Zielgruppen anspricht und dafür drei Seiten nötig wären — oder wenn es sinnvoller ist, sich vorerst auf eine zu beschränken und die anderen später zu bauen.
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Was gemessen wird — und was ausdrücklich nicht
Gemessen wird die Handlung, nicht die Aufmerksamkeit. Also: abgeschickte Formulare, ausgelöste Anrufe, vereinbarte Termine, und dahinter das, was der Betrieb daraus tatsächlich gemacht hat. Diese Zahl ist die einzige, die Ihre Entscheidung trägt, ob eine Kampagne weiterläuft.
Nicht gemessen — jedenfalls nicht als Erfolg verkauft — werden Aufrufe, Verweildauer und Scrolltiefe. Solche Werte sind zur Fehlersuche nützlich: Wenn niemand bis zum Formular scrollt, stimmt etwas mit dem Aufbau nicht. Als Ergebnis taugen sie nicht, weil sie sich verbessern lassen, ohne dass eine einzige Anfrage mehr entsteht.
Zur ehrlichen Messung gehört auch, den Weg nach der Seite offenzulegen. Eine Anfrage, die im Postfach liegen bleibt, ist in der Statistik ein Erfolg und im Betrieb keiner. Wir richten die Messung deshalb so ein, dass Sie sehen, wie viele Anfragen ankamen, und wir fragen nach, wie viele davon zu Aufträgen wurden. Die Messkonten laufen dabei auf Ihren Namen, damit die Zahlen bei Ihnen liegen und nicht bei uns.
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Wie viele Varianten sinnvoll sind — und warum A/B-Tests bei kleinen Mengen nichts beweisen
Der Rat, immer zwei Varianten gegeneinander zu testen, stammt aus dem Onlinehandel, wo täglich Zehntausende Besucher kommen. Bei einer regionalen Kampagne im Handwerk sieht es anders aus: Vielleicht dreihundert Besucher im Monat, vielleicht zwölf Anfragen. Verteilt man die auf zwei Varianten, stehen sieben gegen fünf.
Sieben gegen fünf ist kein Ergebnis. Ein Unterschied dieser Größe entsteht auch dann, wenn beide Seiten identisch sind — das ist reiner Zufall, nicht Wirkung. Wer daraus eine Entscheidung ableitet, optimiert Rauschen und glaubt, er optimiere die Seite. Ein belastbarer Vergleich zweier ähnlich guter Varianten braucht in der Regel mehrere Hundert Handlungen je Variante, nicht mehrere Dutzend.
Interessant wird ein echter Test deshalb erst, wenn über die Laufzeit summiert mehrere Hundert Handlungen je Variante zusammenkommen — bei dreistelligen Monatszahlen also frühestens nach etlichen Monaten. Unsere Empfehlung bei kleinen Mengen lautet darum: eine Seite, sorgfältig gebaut, und Änderungen nacheinander statt parallel. Wenn die Zahlen nach einer deutlichen Änderung über mehrere Monate klar anders aussehen, ist das ein Hinweis. Mehr als ein Hinweis wird es bei diesen Mengen nicht, und wir behaupten es auch nicht.
Zwei Varianten sind trotzdem manchmal sinnvoll: nicht als Test, sondern weil zwei verschiedene Anlässe zwei verschiedene Ansprachen brauchen. Eine Seite für den Notdienst und eine für die geplante Sanierung sprechen mit denselben Worten nicht dieselben Leute an. Das ist Zuschnitt, kein Experiment, und wir nennen es auch nicht so.
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Wann sich eine Landingpage nicht lohnt
Eine Landingpage verstärkt, was an Nachfrage schon vorhanden ist. Sie erzeugt sie nicht. Wenn niemand auf die Anzeige klickt, weil das Angebot am Markt vorbeigeht oder der Preis nicht trägt, ändert die beste Seite daran nichts — sie macht das Problem nur teurer sichtbar.
Ebenso wenig lohnt sie sich, wenn der Betrieb ausgelastet ist und Anfragen ohnehin liegen bleiben. Mehr Anfragen sind dann kein Gewinn, sondern zusätzliche Arbeit ohne Ertrag. In solchen Fällen raten wir ab und sagen, woran es aus unserer Sicht zuerst liegt.
Und der Fall, der am häufigsten übersehen wird: Es gibt noch gar keine Quelle, aus der Besucher kommen. Eine Landingpage ohne Anzeige, ohne Aussendung und ohne Messe ist eine Tür, an der niemand vorbeigeht. Solange kein Budget für die Quelle eingeplant ist, gehört das Geld dorthin und nicht in die Seite. Wir bauen sie dann später, wenn feststeht, wer sie überhaupt erreichen soll.
Fragen
Häufige Fragen
- Wie lange dauert es, bis eine Landingpage steht?
- Für eine Seite mit Text, Aufbau, Formular und eingerichteter Messung setzen wir zwei bis drei Wochen an, gerechnet ab dem Zeitpunkt, an dem Inhalte und Zugänge vorliegen. Der längste Teil ist selten die Umsetzung, sondern die Klärung, welche Frage die Seite beantworten soll. Wenn Anzeigen oder Aussendungen parallel entstehen, stimmen wir beides miteinander ab.
- Brauche ich eine eigene Landingpage, wenn ich schon eine Website habe?
- Nur dann, wenn Sie Besucher aus einer konkreten Quelle bekommen — Anzeigen, Messe, Aussendung. Für Besucher, die von sich aus suchen, ist die Website meist der bessere Ort, weil sie sich orientieren wollen. Wenn Sie keine Kampagne planen, brauchen Sie keine Landingpage.
- Ist eine Landingpage besser als Sichtbarkeit über die Suche?
- Das sind zwei verschiedene Wege, und die Frage ist, wie lange die Nachfrage anhält. Für einen einzelnen Anlass ist die Kampagnenseite der schnellere Weg. Bei langfristiger, wiederkehrender Nachfrage kann Sichtbarkeit über die Suche mehr tragen, weil dort keine Klickkosten je Besucher anfallen — dafür läuft die Arbeit an der Seite weiter, und wie sich die Position entwickelt, entscheidet Google.
- Können Sie sagen, wie viele Anfragen die Seite bringen wird?
- Nein. Das hängt vom Angebot, vom Wettbewerb in Ihrer Region, vom Budget und vom Anlass ab, und jede Zahl vorab wäre geraten. Was wir zusagen können, ist die Messung: Nach den ersten Wochen sehen Sie, was tatsächlich passiert ist, und können auf dieser Grundlage entscheiden.
- Was passiert mit der Seite, wenn die Kampagne endet?
- In der Regel nehmen wir sie offline oder leiten sie weiter, damit keine veralteten Angebote im Netz stehen bleiben. Der Aufbau bleibt erhalten und lässt sich für den nächsten Anlass wiederverwenden. Die Auswertung bekommen Sie als Datei, und weil die Messkonten auf Ihren Namen laufen, bleiben die Zahlen als Vergleich bei Ihnen.
Sprechen wir über den konkreten Anlass
Dreißig Minuten, kostenlos und unverbindlich. Erzählen Sie uns, woher die Besucher kommen sollen und was am Ende passieren soll — dann sagen wir Ihnen, ob eine Landingpage der richtige Schritt ist, wie viele Seiten Ihr Vorhaben braucht und ab welcher Menge die Zahlen überhaupt etwas aussagen. Wenn die ehrliche Antwort lautet, dass Sie zuerst an anderer Stelle ansetzen sollten, hören Sie das von uns genauso.