Online-PR, die Redaktionen wirklich aufgreifen
Online-PR heißt bei uns: erst prüfen, ob es ein Thema gibt, das über Ihren Betrieb hinausreicht — und dann Redaktionen einzeln damit ansprechen. Bezahlt wird die Arbeit am Thema und an der Ansprache, nicht die Entscheidung einer fremden Redaktion. Ob etwas erscheint, kann Ihnen niemand zusagen.
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Warum die meisten Pressemitteilungen niemand aufgreift
Der häufigste Grund ist kein handwerklicher, sondern ein inhaltlicher: Die Mitteilung handelt vom Unternehmen. Ein neuer Standort, ein neues Fahrzeug, ein Jubiläum, ein Mitarbeiter im neuen Amt — das ist für Sie ein Ereignis und für die Redaktion ein Vorgang ohne Leser. Eine Zeitung, ein Fachportal oder ein Branchendienst füllt keine Seiten mit Firmennachrichten, sondern beantwortet Fragen, die sich viele Menschen gleichzeitig stellen. Solange Ihr Name das Thema ist, konkurriert Ihre Mitteilung mit vielen anderen Mitteilungen, die ebenfalls einen Namen als Thema haben.
Dazu kommt die Menge. Unaufgeforderte Zusendungen erreichen eine Redaktion in einer Zahl, die niemand einzeln prüfen kann, und die erste Auswahl trifft die Betreffzeile. Wer dort „Pressemitteilung: Firma XY erweitert Leistungsportfolio“ liest, hat den Blick bereits verbraucht. Der Verteiler, über den das Ganze verschickt wird, macht es nicht besser: Zweihundert gleiche Mails an zweihundert Adressen sind für den Empfänger erkennbar, und Erkennbarkeit ist hier ein Nachteil.
Es hilft, die Seite zu wechseln und die eigene Meldung so zu lesen, wie sie in der Redaktion ankommt: als Angebot, das mit allen anderen Angeboten des Tages um denselben Platz konkurriert. Wer diesen Blick einnimmt, sieht schnell, ob eine Mitteilung etwas beiträgt oder nur etwas mitteilt.
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Ein Anlass ist noch kein Aufhänger
Ein Anlass ist etwas, das bei Ihnen passiert. Ein Aufhänger ist ein Grund, warum jemand anderes darüber schreibt. Zwischen beiden liegt die eigentliche Arbeit der Online-PR, und sie besteht darin, Ihren Anlass in eine Beobachtung zu übersetzen, die über Sie hinausreicht. Aus „Wir haben jetzt drei Monteure mehr“ wird dann etwa die Frage, wie sich Wartezeiten für einen Heizungstausch in einer Region über zwei Jahre verändert haben — und Ihr Betrieb ist darin nicht der Gegenstand, sondern die Quelle.
Diese Übersetzung ist nicht immer möglich. Manche Betriebe haben schlicht keine Daten, keine Besonderheit und keinen Konflikt, an dem sich ein Thema festmachen ließe, und in dem Fall sagen wir Ihnen das, statt trotzdem anzufangen. Online-PR ist keine Disziplin, die jedem Unternehmen zusteht, weil es sie bezahlen kann. Sie setzt voraus, dass etwas da ist, worüber sich außerhalb Ihrer Kundenliste reden lässt.
Wir prüfen deshalb zuerst den Rohstoff und erst danach die Kanäle. Wenn dabei herauskommt, dass Ihr Geld in besserer Sichtbarkeit für Suchanfragen oder in einer aufgeräumten Website mehr bewirkt als in Redaktionsarbeit, empfehlen wir das — auch wenn es die kleinere Zusammenarbeit ist.
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Woraus ein Aufhänger entsteht
Wir suchen den Aufhänger in drei Richtungen. Sie schließen einander nicht aus, und häufig verbindet ein tragfähiges Thema zwei davon.
Was diese drei Wege verbindet: Sie liefern der Redaktion etwas, das sie ohne Sie nicht hätte. Eine allgemeine Branchenaussage kann jeder schreiben. Ihre Auftragsdaten, Ihre Erfahrung mit einer bestimmten Vorschrift, Ihr Widerspruch zu einer verbreiteten Empfehlung — das gibt es nur bei Ihnen, und genau das ist der Tauschwert.
- Eigene ZahlenAuswertungen aus Ihrem eigenen Betrieb, die niemand sonst hat: Auftragslage, Materialpreise, Terminverschiebungen, Reklamationsgründe, Anfahrtswege. Wichtig ist, dass die Bezugsgröße mitgeliefert wird — wie viele Vorgänge, welcher Zeitraum, welche Region. Ohne diese Angaben ist eine Zahl für eine Redaktion nicht überprüfbar, und genau danach wird zuerst gefragt.
- Lokaler BezugEin bundesweites Thema, das jemand für den eigenen Landkreis konkret machen muss. Für Regionalredaktionen ist ein Ansprechpartner vor Ort, der eine überregionale Entwicklung mit Beispielen belegen kann, oft der Grund, ein Thema überhaupt aufzugreifen.
- Eine GegenpositionEine begründete Abweichung von dem, was in der Branche üblicherweise gesagt wird. Das ist der anspruchsvollste Weg, weil Sie ihn belegen und auch dann vertreten müssen, wenn Ihnen jemand widerspricht. Dafür ist er der eigenständigste: Eine Gegenposition kann niemand sonst liefern.
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Wie wir Journalisten ansprechen
Kurz, konkret, einzeln. Eine Anfrage besteht bei uns aus wenigen Sätzen: worum es geht, warum es für dieses Medium und dessen Leser relevant ist, was wir beisteuern können und bis wann. Kein Anschreiben, keine Selbstbeschreibung des Unternehmens, keine Anhänge, die niemand angefordert hat. Wer täglich sortiert, dankt es, wenn die Entscheidung nach drei Zeilen möglich ist.
Dazu gehört fertiges Material. Freigegebene Bilder in ausreichender Auflösung mit geklärten Rechten, ein Zitat, das man ohne Rückfrage verwenden kann, die Datengrundlage als Tabelle, eine erreichbare Telefonnummer und ein Mensch dahinter, der schnell antwortet. Dieser letzte Punkt wird leicht unterschätzt: Eine Anfrage kommt oft mit kurzer Frist, und wer erst in der Woche darauf zurückruft, ist aus dem Beitrag heraus.
Die Auswahl der Empfänger machen wir vorher und einzeln. Wir schauen, wer über das Thema in den vergangenen Monaten tatsächlich geschrieben hat, und schreiben diese Person an — mit Bezug auf ihren Text. Das ist langsamer als ein Verteiler, und bei kleinen Absendern ist es der Weg, auf den wir setzen.
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Was Online-PR bei uns nicht ist
Online-PR ist kein Linkkauf. In der Branche werden Veröffentlichungen mit Verlinkung offen als Ware gehandelt, und wer bezahlt, bekommt seinen Text auf ein Portal. Das ist bequem und in mehrfacher Hinsicht riskant: Google behandelt gekaufte Links als Verstoß gegen die eigenen Richtlinien, und für Leser wie Aufsicht ist eine bezahlte Platzierung ohne Kennzeichnung Werbung, die sich als redaktioneller Inhalt tarnt.
Deshalb gilt bei uns ohne Ausnahme: Wenn für eine Platzierung Geld fließt — als Honorar, als Anzeigenbudget, als Sachleistung — trägt sie eine sichtbare Kennzeichnung. Das folgt aus § 5a Abs. 4 UWG, der den kommerziellen Zweck einer Veröffentlichung kenntlich verlangt. Wir setzen keine Aufträge um, deren Bedingung es ist, diese Kennzeichnung wegzulassen, und wir empfehlen auch keine Dienstleister, die damit werben.
Und wir werben nicht mit redaktionellen Kontakten. Ein Kontakt, der die Auswahl einer Redaktion beeinflusst, wäre genau das, was ihn für Sie wertlos macht: Ein Medium, das nach Beziehungen entscheidet, hat die Leser verloren, deren Vertrauen Sie eigentlich mieten wollen.
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Wofür Sie bezahlen — und wofür nicht
Sie bezahlen die Arbeit am Thema und an der Ansprache. Das umfasst die Prüfung, ob überhaupt ein Aufhänger vorhanden ist, die Aufbereitung Ihrer Zahlen bis zu einem Stand, der einer Nachfrage standhält, das Schreiben des Materials, die einzelne Recherche der passenden Ansprechpartner, den Versand und das Nachfassen. Diese Arbeit fällt in Stunden an, die wir Ihnen ausweisen — mit Themenentwürfen, angeschriebenen Redaktionen und Nachfassungen als nachvollziehbaren Posten, unabhängig davon, wie eine Redaktion entscheidet.
Was Sie nicht bezahlen und was wir nicht verkaufen können, ist die Entscheidung eines Dritten. Ob ein Beitrag erscheint, hängt an der Nachrichtenlage des Tages, am Platz im Blatt, am persönlichen Interesse einer Person und an Dingen, die niemand von außen steuert. Eine zugesagte Zahl an Veröffentlichungen kann nur einlösen, wer Platzierungen einkauft — die Entscheidung einer Redaktion lässt sich nicht kaufen.
Wir berichten deshalb über das, was tatsächlich passiert ist: welche Themen vorgeschlagen wurden, wer angeschrieben wurde, wer geantwortet hat, was daraus wurde und was nicht. Das ist eine unbequemere Berichterstattung als eine Erfolgsquote, aber sie ist überprüfbar. Und sie erlaubt nach einigen Monaten eine ehrliche Entscheidung darüber, ob dieser Weg für Ihren Betrieb trägt oder ob das Budget woanders besser aufgehoben ist.
Fragen
Häufige Fragen
- Können Sie eine Veröffentlichung zusagen?
- Nein. Ob ein Beitrag erscheint, entscheidet eine Redaktion nach ihrer eigenen Nachrichtenlage, und darauf hat niemand von außen Zugriff. Wir sagen zu, dass wir am Thema arbeiten, das Material fertig liefern und die passenden Ansprechpartner einzeln angehen. Eine zugesagte Anzahl an Erscheinungen lässt sich nur über eingekaufte Platzierungen einlösen — und die sind etwas anderes als eine redaktionelle Erwähnung.
- Bringt Online-PR Backlinks für die Suchmaschine?
- Manchmal, als Nebenwirkung. Eine redaktionelle Erwähnung enthält häufig einen Verweis, häufig aber auch nicht, und beides liegt außerhalb unserer Kontrolle. Wenn Ihr Ziel ausschließlich Verlinkungen sind, ist Online-PR dafür ein teurer und unsicherer Weg — dann sprechen wir lieber über Inhalte und technische Grundlagen auf Ihrer eigenen Website.
- Wir haben keine besonderen Zahlen. Geht es trotzdem?
- Oft mehr, als Sie denken: Auftragsbücher, Terminlisten, Reklamationsgründe und Anfahrtswege sind Daten, auch wenn sie nicht so heißen. Wenn sich daraus nichts ergibt, das über Ihren Betrieb hinausreicht, sagen wir Ihnen das im Erstgespräch und empfehlen etwas anderes. Ein Thema zu erfinden ist keine Option.
- Wie lange dauert es, bis etwas passiert?
- Für die Vorbereitung eines tragfähigen Themas planen wir mehrere Wochen ein: Daten müssen geprüft, Material muss erstellt werden. Wie lange genau, hängt davon ab, wie sauber Ihre Zahlen vorliegen. Der Zeitpunkt einer möglichen Veröffentlichung liegt danach bei der Redaktion. Planen Sie Online-PR nicht als Maßnahme für ein akutes Umsatzloch.
- Kennzeichnen Sie bezahlte Beiträge wirklich immer?
- Ja, ausnahmslos. Sobald für eine Platzierung Geld, ein Anzeigenbudget oder eine Sachleistung fließt, wird sie sichtbar als Werbung gekennzeichnet — das verlangt § 5a Abs. 4 UWG. Aufträge, deren Bedingung das Weglassen der Kennzeichnung ist, nehmen wir nicht an.
Reden wir vorher darüber, ob es sich lohnt
Dreißig Minuten, unverbindlich. Wir schauen uns an, was in Ihrem Betrieb an Stoff vorhanden ist — Zahlen, ein lokaler Bezug, eine Position, die andere so nicht vertreten — und sagen Ihnen, ob daraus ein Thema wird, das für eine Redaktion in Frage kommt. Wenn nicht, sagen wir Ihnen das im selben Gespräch und nennen die Maßnahme, die bei Ihnen stattdessen zuerst etwas bringt. Auch dann, wenn die ehrliche Antwort lautet, dass Sie uns dafür nicht brauchen.