SEO für Handwerksbetriebe
Ein Handwerksbetrieb bekommt Aufträge über Google anders als ein Onlineshop: über Suchanfragen mit Ortsbezug, über das Unternehmensprofil in der Karte und am Ende über das Telefon. Diese Seite beschreibt, welche Schritte in dieser Reihenfolge etwas bringen — und woran Sie erkennen, dass Sie SEO gerade gar nicht brauchen.
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Notfall oder Planung — zwei völlig verschiedene Suchen
Wer im Handwerk sucht, sucht in einer von zwei Situationen. In der ersten steht Wasser im Keller, die Heizung ist am Samstagmorgen aus, die Tür ist ins Schloss gefallen. Diese Suche dauert Sekunden, läuft fast immer am Telefon und endet beim ersten Betrieb, der erreichbar ist und nah genug wirkt. Der Text auf Ihrer Website wird dabei nicht gelesen.
In der zweiten Situation plant jemand: ein neues Bad, eine Wärmepumpe, ein Dach. Hier vergehen oft Wochen zwischen erster Suche und Anruf, es werden mehrere Betriebe verglichen, und Fragen nach Kosten, Dauer und Ablauf entscheiden mit. Für diese Suche lohnt sich Inhalt, für die Notfallsuche lohnt sich Sichtbarkeit in der Karte und ein Telefon, das jemand abnimmt.
Viele Suchanfragen nennen Ort und Gewerk zusammen — Elektriker plus Stadtteil, Sanitär plus Landkreis. Andere nennen den Ort gar nicht, weil Google den Standort ohnehin kennt. In beiden Fällen bleibt der Wettbewerb regional, und das ist eine gute Nachricht. Es ist zugleich eine Grenze: mehr Nachfrage, als es in Ihrem Einzugsgebiet gibt, kann niemand erzeugen.
Wir schauen deshalb zuerst, wie oft Ihr Gewerk in Ihrem Umkreis überhaupt gesucht wird und wie weit Sie realistisch fahren. Aus Suchvolumen, Fahrzeit und Einwohnerzahl ergibt sich die Obergrenze dessen, was Sichtbarkeit für Sie überhaupt bringen kann. Diese Zahl steht am Anfang, nicht am Ende.
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Das Unternehmensprofil bringt oft mehr als die Website
Bei lokalen Suchen zeigt Google zuerst eine Karte mit einigen Einträgen und erst darunter die klassischen Ergebnisse. Ein Teil der Anrufe entsteht direkt in dieser Karte — über die Anrufschaltfläche im Google-Unternehmensprofil, ohne dass die Website je geöffnet wird. Wie groß dieser Teil bei Ihnen ist, zeigen die Statistiken Ihres Profils; wir schauen zuerst dort nach. Wer sein Budget in ein Redesign steckt und das Profil unbearbeitet lässt, arbeitet möglicherweise an der falschen Stelle.
Am Profil lässt sich vieles ohne fremde Hilfe erledigen: vollständige Leistungen und Gewerke eintragen, Öffnungszeiten pflegen und an Feiertagen anpassen, echte Fotos von abgeschlossenen Arbeiten hochladen, das Einzugsgebiet sauber setzen. Uneinheitliche Angaben zu Name, Adresse und Telefonnummer über Verzeichnisse hinweg sind eine der häufigsten Baustellen, die wir zuerst aufräumen.
Wie weit ein Eintrag in der Karte trägt, hängt stark von der Entfernung zum Suchenden ab; Google nennt die Nähe selbst als einen der Faktoren für lokale Ergebnisse. Ein Betrieb in einer Randgemeinde erscheint in der Innenstadt häufig nicht, auch bei gut gepflegtem Profil. Wir sagen das vorher, statt es als lösbar zu verkaufen.
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Welche Seiten ein Betrieb wirklich braucht
Eine Website, die alle Gewerke auf einer einzigen Leistungsseite aufzählt, passt zu keiner der Suchanfragen richtig. Sinnvoll ist eine eigene Seite je Gewerk und, wenn Sie mehrere Orte bedienen, je wichtigem Ort eine — aber nur, wenn diese Seiten sich inhaltlich unterscheiden. Zwanzig Seiten mit ausgetauschtem Ortsnamen bringen erfahrungsgemäß nichts: Google beschreibt solche Brückenseiten in seinen Spam-Richtlinien und kann sie aus dem Index nehmen.
Auf jede dieser Seiten gehören die Fragen, die jemand vor dem Anruf stellt. Was kostet das ungefähr, und wovon hängt der Preis ab. Wie lange dauert es, und wie schnell können Sie kommen. Wohin fahren Sie, und ab wann kostet die Anfahrt. Wer diese drei Antworten gibt, rechnet in der Regel mit weniger Anrufen — dafür mit solchen, bei denen die Preisvorstellung schon vor dem Gespräch passt.
Eine Preisspanne zu nennen, fällt vielen schwer, weil jeder Auftrag anders ist. Eine Spanne mit Bedingungen ist trotzdem besser als Schweigen: Wer erst im Telefonat erfährt, dass es das Dreifache seiner Vorstellung kostet, hat Ihre Zeit und seine verbraucht.
Telefonnummer als Klickziel
Auf dem Handy anrufbar mit einem Tippen, im sichtbaren Bereich, nicht nur als Bild oder im Impressum.
Notdienst ja oder nein
Ausdrücklich benennen, samt Zeiten und Zuschlag. Wer das sucht, entscheidet in Sekunden.
Eigene Referenzobjekte je Ort
Was Sie dort tatsächlich gemacht haben, mit eigenen Fotos — das unterscheidet eine Ortsseite von einer Kopie.
Örtliche Besonderheiten
Altbaubestand, Neubaugebiete, enge Zufahrten, Anfahrtszeit vom Betriebssitz aus.
Öffnungs- und Rückrufzeiten
Auf der Seite dasselbe wie im Unternehmensprofil, damit die Angaben nicht auseinanderlaufen.
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Bewertungen bekommen, ohne sie zu kaufen
Bewertungen zählen laut Google zu den Faktoren für die lokale Sichtbarkeit, und sie sind für Interessenten beim Vergleich mehrerer Betriebe oft das erste, worauf sie schauen. Gekaufte Bewertungen sind dabei keine Abkürzung, sondern ein Risiko — sie verstoßen gegen die Regeln der Plattformen und gegen das Wettbewerbsrecht, und der Schaden trifft den Betrieb, nicht den Verkäufer.
Der Weg, der funktioniert, ist unspektakulär: fragen, und zwar direkt nach der Arbeit, solange der Kunde noch vor Ort und zufrieden ist. Ein kurzer Satz des Monteurs, dazu eine Karte mit einem Link oder QR-Code, ist meist wirksamer als eine E-Mail zwei Wochen später. Sammeln Sie stetig statt in Schüben — ein plötzlicher Schwall gleichartiger Bewertungen wirkt auf Leser wie auf die Plattform unnatürlich.
Negative Bewertungen sind weniger schlimm, als die meisten befürchten. Eine sachliche Antwort ohne Rechtfertigung liest der nächste Interessent, und sie sagt mehr über Ihren Betrieb als die Beschwerde selbst. Ein Profil ganz ohne kritische Stimme wirkt auf viele Leser weniger glaubwürdig als eines mit gut beantworteter Kritik.
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Erreichbarkeit schlägt jede Platzierung
Ein häufiger Grund für verlorene Aufträge im Handwerk hat mit Google nichts zu tun: Es geht niemand ans Telefon. Ein Anrufbeantworter ist in dieser Situation dasselbe wie besetzt.
Bevor wir über Sichtbarkeit sprechen, klären wir deshalb, was mit einer Anfrage passiert. Wer nimmt ab, wenn Sie auf der Baustelle sind. Wie schnell wird zurückgerufen. Landen Formularanfragen in einem Postfach, das jemand liest. Ein Telefondienst, ein zweites Handy oder eine feste Rückrufzeit am Abend sind meist schneller umgesetzt als Änderungen an der Website — und sie greifen bei der Anfrage, die heute verloren geht.
Das ist auch der Grund, warum wir bei mehr Sichtbarkeit vorsichtig sind, wenn die Bearbeitung schon jetzt hakt. Mehr Anfragen bei gleichem Engpass bedeuten vor allem mehr unzufriedene Anrufer — und die schreiben Bewertungen.
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Wann sich SEO für Ihren Betrieb nicht lohnt
In vielen Regionen ist die Nachfrage im Handwerk so hoch, dass Betriebe Aufträge ablehnen und Termine Monate im Voraus vergeben. Wenn Ihre Auftragsbücher voll sind und Sie ohnehin auswählen, bringt zusätzliche Sichtbarkeit vor allem zusätzliche Absagen. Dann raten wir ab, und das Gespräch ist nach zehn Minuten beendet.
Es gibt in dieser Lage sinnvollere Ziele als mehr Anfragen: bessere Anfragen. Wenn Sie profitable Aufträge suchen statt kleiner Reparaturen, oder Personal statt Kunden, dann ist das eine andere Aufgabe — und teils eine, die eher Ihre Preisdarstellung und Ihre Karriereseite betrifft als die Sichtbarkeit in der Suche.
Sinnvoll ist SEO, wenn eines davon zutrifft: Sie sind neu oder ziehen um, Ihr Einzugsgebiet soll größer werden, Sie wollen von der Notfallarbeit zu geplanten Projekten mit besserem Deckungsbeitrag wechseln, oder ein Wettbewerber ist in der Karte sichtbar und Sie sind es nicht. In diesen Fällen sehen Sie am Anrufaufkommen aus dem Unternehmensprofil, ob sich etwas bewegt, ohne dass wir Platzierungen deuten müssen.
Fragen
Häufige Fragen
- Wie lange dauert es, bis wir etwas merken?
- Am Google-Unternehmensprofil kann sich in wenigen Wochen etwas zeigen, weil dort erfahrungsgemäß Angaben fehlen. Sicher ist das nicht. Bei Inhalten auf der Website dauert es in der Regel mehrere Monate, und wie schnell es geht, hängt vom Wettbewerb vor Ort ab — vorher zusagen kann das niemand.
- Brauchen wir überhaupt eine neue Website?
- Häufig nicht. Wenn Ihre Seite auf dem Handy schnell lädt, die Telefonnummer sofort anrufbar ist und die Leistungen stimmen, reicht sie meist aus. Ein Redesign lohnt sich, wenn die Seite technisch veraltet ist oder sich Inhalte nicht ergänzen lassen.
- Was kostet die Zusammenarbeit?
- SEO Launch beginnt bei 990 € im Monat inkl. USt., bei drei Monaten Mindestlaufzeit; darüber gibt es weitere Stufen. Was für Ihren Betrieb sinnvoll ist, hängt von der Zahl der Gewerke und Orte ab. Die Übersicht finden Sie auf der Preisseite.
- Können Sie uns auf die erste Seite bringen?
- Nein, das kann niemand zusagen, und wer es tut, verspricht das Verhalten von Google. Wir arbeiten am Unternehmensprofil, an den Seiten je Gewerk und daran, dass Anfragen beantwortet werden — und messen Anrufe und Anfragen statt Platzierungen. Platzierungen sind kein Ergebnis, sondern ein Zwischenschritt.
- Wir haben mehrere Gewerke — geht das zusammen?
- Ja, das ist der Normalfall im Handwerk. Jedes Gewerk bekommt eine eigene Seite, weil danach getrennt gesucht wird. Wir beginnen mit dem Gewerk, das den besten Deckungsbeitrag hat, nicht mit dem mit den meisten Suchanfragen.
Ein Blick auf Ihre Zahlen, dann eine klare Antwort
Dreißig Minuten, unverbindlich. Wir schauen auf Ihr Google-Unternehmensprofil, Ihre Website und darauf, wie viele Anfragen tatsächlich zu Aufträgen werden — und sagen Ihnen, was zuerst etwas bringt. Wenn Ihre Auftragslage keine zusätzlichen Anfragen verträgt, sagen wir auch das, und Sie sparen sich das Geld.